In der Werkserie ’still here‘ beschäftige ich mich – wie schon in früheren Arbeiten – mit Vergänglichkeit und Fragilität.

Fragil bedeutet für mich zerbrechlich, sensibel und feinsinnig, aber keineswegs schwach. Immer im Bewusstsein, dass unser Leben am sprichwörtlichen seidenen Faden hängt. Dabei vertraue ich auf meine Intuition und orientiere mich an den Kreisläufen der Natur sowie an ihrer immanenten Schönheit und Weisheit.

Die Arbeiten sind größtenteils zu Beginn des Lockdowns entstanden. Ausgehend von dem Gedanken, dass wir schützen, was wir lieben, stellt sich für mich die Frage, wie es um unsere Freiheit bestellt ist. Wir sind gleichzeitig geschützt und isoliert – durch eine Glaswand oder ein Stück Stoff. Nähe ist zur Gefahr geworden. Unsere Realität ist häufig virtuell, wir ziehen uns immer mehr zurück. Aber wie lebenswert ist ein Leben in Isolation?

Dennoch vertraue ich darauf, dass alles gut wird. Dass selbst im Chaos eine Ordnung liegt, die wir (noch) nicht durchschauen. Das gibt Hoffnung.

We are still here.